Teamwork makes a dreamwork

Es ist April und damit ist unser zweites Term hier in Sambia vorbei. Nach den großen Ferien beginnt also unser letztes Term und dann ist das Jahr auch schon rum. Ich will hier gar nicht all zu lange darüber schreiben, da sich mein Magen auch nur bei dem kleinsten Gedanken daran, mein Leben hier hinter mir zu lassen, umdreht. Es fühlt sich ungefähr so an, wie bei meinem ersten Krankenhausbesuch. Mir bleibt nichts anderes, als meine verbleibende Zeit hier zu genießen und das Beste daraus zu machen!

Und das ist es auch, was ich im Moment versuche, jeden Moment aufzusaugen und meine restlichen Ideen und Vorhaben umzusetzen. Deshalb fand letzte Woche auch endlich mein Teambonding Tag mit den Rugby Jungs statt.

Wie ich euch schon im letzten Beitrag kurz erzählt hatte, trainiert das Rhinos U16 Rugby Team momentan sehr fleißig für ein großes Rugby Turnier in Harare, Zimbabwe. Ich bin schon während der Schulzeit oft noch nach der Schule zum Platz gefahren und habe den Jungs beim Training zugeschaut. Ich habe immer geholfen, wo Hilfe benötigt wurde. Jetzt wo die Acacia Schule schon Ferien hat und durch Examen an der Nekacheya auch nicht mehr jede Sportstunde stattfindet, bin ich fast bei jedem Training dabei und sehe begeistert, wie die Jungs von Tag zu Tag besser werden. Ich finde es sehr inspirierend zu sehen, mit welcher Leidenschaft und welchem Engagement sie bei jedem Training vollen Einsatz zeigen.

Wie ich schon öfter erwähnt habe, haben die Jungs uns auch schon einige Male bei der Umsetzung unsere Projekte und Ideen geholfen, weshalb ich unbedingt etwas zurückgeben wollte. Ich habe mich mit einem besonderen Trainingstag bei ihnen bedankt. Passend zur Vorbereitung auf die Tour, habe ich mir Teambonding als Thema überlegt. Es sollte ein Tag voller Spiel und Spaß werden, von dem die Jungs aber auch etwas mitnehmen und lernen können. Also habe ich ein bisschen Brainstorming betrieben und mir überlegt welche Teambonding-Übungen ich schon so in der Schulzeit oder auch auf ASC Seminaren gemacht haben und die Besten zusammengestellt. Gemeinsam mit dem Team Coach habe ich alles vorbereitet und benötigte Materialien zusammengestellt.

Der Tag begann mit einer Vertrauensübung. Zuerst haben wir das gesamte Rugby Equipment rausgeholt und vor dem Vereinshaus verteilt, dann hat sich jeder einen Partner geschnappt. Einem aus jedem Duo wurden nun die Augen verbunden. Der Sehende musste dann den Blinden herumführen. Dabei wurden die Jungs sehr kreativ, die „Blinden“ mussten die Bälle schießen/werfen, über Hindernisse springen, sogar tackeln und Fahrrad fahren. Da natürlich nicht alles im ersten Versuch gelang, gab es auch viel zu lachen, dennoch: alles verlief ohne Unfälle. Nach einiger Zeit wurde gewechselt und das ganze ging von vorne los.

 

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Nachdem auch der zweite Durchgang fertig war, kamen alle zusammen und wir haben zusammengetragen, was wir aus dem Spiel lernen konnten. Danach stand erstmal das Frühstück auf dem Programm, dass sich auch alle nach vollem Einsatz im ersten Spiel verdient hatten. Die Brötchen und der Kakao wurden schnell verspeist, sodass es mit dem nächsten Spiel: „Dreh den Teppich um“ weitergehen konnte. Hierfür haben wir ein Bettlaken mit gebracht, auf dass sich alle 17 Mannschaftsmitglieder draufstellen mussten. Das Ziel des Spieles ist es, das Bettlaken einmal komplett um zu drehen, das also die unter Seite nun oben ist. Als ich alle Jungs auf dem Bettlaken sah, war ich mir nicht sicher, ob wir nicht doch lieber etwas größeres hätten auswählen sollen. Doch die Jungs überlegten nicht lange und legten los. Im ersten Versuch scheiterten sie zwar, da einer den Boden berührte und sie so von vorn beginnen mussten, doch im zweiten Versuch waren sie dann, nach einer kleinen Technik Abwandlung erfolgreich und so gepusht von ihrem Erfolg, dass sie es gleich noch einmal machten.

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Das nächste Spiel, hieß  „Gordischer Knoten“, dafür haben sich alle in einem Kreis Schulter an Schulter aufgestellt, dann die Augen geschlossen und die Arme in die Kreismitte ausgestreckt, jeder Spieler greift nun wahllos nach einer Hand. Wenn jede Hand genau eine andere gefunden hat, öffnen alle wieder ihre Augen: entstanden ist ein wirrer Knoten der nun entheddert werden muss. Da die Jungs so viele waren, ist der Knoten sehr kompliziert geworden und alle haben lange rumprobiert, aber an einer Stelle schien der Knoten nicht lösbar. Also haben wir schließlich entschieden, von vorn zu starten, doch das selbe Problem ist wieder entstanden. Doch wo ich selbst schon etwas frustriert war, gaben die Jungs noch lange nicht auf. Von Drehungen, über Hochheben, bis hin zu Rollen, sie haben echt alles probiert und auch die jenigen die schon entheddert waren, haben alles aufmerksam beobachtet und Ideen geliefert. Auch wenn die Aufgabe nicht gelöst wurde, war ich beeindruckt, davon dass keiner auch nur eine Sekunde ans aufgeben gedacht hat.

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Als nächstes folgten zwei Staffelspiele: bei dem Ersten musste ein Apfel die Reihe von vorn bis nach hinten durchgereicht werden, indem er zwischen Kinn und Dekokte eingeklemmt wurde. Die schnellste Mannschaft gewann.

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Den Apfel zwischen Kinn und Brust einklemmen und weitergeben

Für die zweite Staffel benötigte jeder einen Becher, pro Mannschaft ein großen Eimer mit Wasser, ein Gefäß am Ende der Reihe und wie beim ersten Spiel, viel Kommunikation. Der Erste der Reihe schöpfte Wasser aus dem Eimer und musste es dann mit der Hand über dem Kopf nach hinten ausschütten, der nächste musste das Wasser auffangen und wieder nach hinten ausschütten, so geht es weiter bis zum letzten, der das Wasser in ein Gefäß gefüllt hat, die Mannschaft, bei der das Wasser zuerst überlief, gewann.

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Im Anschluss gab es noch eine kleine Wasserschlacht mit dem übrigen Wasser, bevor es zum Mittagessen ging. Wir haben, wie könnte es anders sein, Nshima gekocht, dazu gab es Soße mit Gemüse und Kartoffeln drin.

Gestärkt haben wir uns dann ans vorletzte Spiel gemacht: Der Eier Absturz. Dafür hat sich die Mannschaft in drei Teams aufgeteilt, jedes Team bekam ein Ei und einige andere Utensilien, die so um dass Ei herum gebaut werden sollten, dass das Ei einen Sturz übersteht. Nach 20 min Tüftelei und fleißigem Bauen, wurden die Konstruktionen nacheinander fallen gelassen, um zu sehen, welche das Ei am Besten schützt.

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Die letzte Übung habe ich „Love Notes“ getauft, alle haben einen Zettel auf den Rücken geklebt und einen Stift in die Hand bekommen. Dann wurde fleißig drauf losgeschrieben: jeder sollte bei seinen Mitspielern positive Eigenschaften, was sie besonders an ihm mögen oder warum sie froh sind ihn im Team zu haben aufschreiben. Anfangs verlief es etwas zäh, die meisten Kinder sprechen in ihrem Alltag fast nur Nyanja, dies ist allerdings nur eine gesprochene und nicht geschriebene Sprache. Da die Schulbildung der meisten Jungs nicht sehr gut ist, fiel es vielen schwer auf Englisch die passenden Worte zu finden. Nach einigen Denkanstößen und dem Angebot bei „Rechtschreibschwierigkeiten“ auf uns zuzukommen lief es dann etwas besser.  Im Anschluss hat jeder seinen Zettel vom Rücken genommen und ihn sich durchgelesen.

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Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung von mir oder besser gesagt meiner Mum, die kam mich zwei Wochen zuvor besuchen und brachte mir unter anderem einen Sack Süßigkeiten mit, die ich extra angefragt hatte. Und zwar (leider) nicht für mich ;). Denn eigentlich hatte ich vor, den Jungs an Ostern zu zeigen, wie wir Ostern feiern. Da ich Ostern aber mit meiner Mutter und meiner Patentante auf Safari war, habe ich dieses Datum verpasst. Also gab es zwei Wochen verspätet eine Ostersuche für die Jungs. Denn während sie noch über die „Love Notes“ sprachen, verteilte ich die Süßigkeiten auf dem Rugbyplatz. Als die Jungs rauskamen erklärten wir ihnen, dass unser Teambonding Tag jetzt mit einer kleinen Einzelkämpfer Aufgabe endete: Sucht auf dem Platz, alles was ihr findet ist eures. Und da rannten sie auch schon 😀 Es war allerdings sehr schön zu sehen, dass nachdem alles gefunden wurde, diejenigen die mehr Glück hatten mit den anderen teilten. Scheinbar haben sie etwas aus dem Teambonding Tag gelernt.

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Zum Schluss haben wir noch darüber gesprochen, was man aus den Spielen lernen kann und wie Teamfähigkeit mit dem Sport, aber auch mit dem alltäglichen Leben zusammenhängt. Und wie könnte es anders sein: der Tag endete mit einer Runde Touch Rugby.

Update: da ich wie immer mit dem Uploaden hinter her bin, sind mal wieder einige Tage (vllt sogar Wochen) vergangen und Morgen ist es endlich so weit: Wir fahren nach Zimbabwe zu dem größten Rugby Schulturnier! Ich bin so gespannt und hoffe sehr das sich die harte Arbeit der Jungs auszahlt! Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass es eine unvergessliche Erfahrung wird, sowohl für die Jungs als auch für mich!
Was genau wir alles erleben werde ich euch natürlich auch wieder berichten, genau so wie ich euch noch von meinem Ferienprogramm an der Nekacheya berichten werde. Aber jetzt geht es erstmal ins Clubhaus, wo wir gemeinsam mit den Jungs die Trikots waschen und letzte Vorbereitungen treffen werden, bevor es morgen früh los geht.

Drückt uns die Daumen, liebe Grüße eure Michelle

Ein Ziel muss man haben…

Heute möchte ich euch ein Update dazu geben, wie es an der Nekacheya Primary weitergegangen ist. Wer meinen Blog fleißig verfolgt, hat nämlich gelesen, dass Immo und ich dort einige Startschwierigkeiten hatten. Mittlerweile würde ich allerdings sagen, dass diese überwunden sind! Mittlerweile läuft es echt richtig gut und wie wir dort hingekommen sind, möchte ich euch heute berichten.

Wer mehr über die Vorgeschichte lesen möchte kann dies gern in meinem vorletztem Blogpost tun. Da ich dort schon über mein erstes Term an der Schule geschrieben habe, werde ich hier mit meinem zweiten (das mittlerweile auch schon wieder fast rum ist, die Zeit rennt) weitermachen.

Unser zweites Term an der Nekacheya begann Anfang des Jahres, es war also das erste Term des neuen Schuljahres (hier beginnt das Schuljahr gleichzeitig mit dem kalendarischen Jahresbeginn). Der perfekte Zeitpunkt für einen Neubeginn, für Veränderung also. Immo und  ich haben uns einige Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Sportstunden optimieren können. Die größte/hilfreichste Veränderung war wohl der Jahresplan, den wir für die Nekacheya entworfen haben. Zuvor sind wir zwar auch nie ohne einen Plan in die Stunden gegangen, allerdings hat sich der Plan meist nur auf diese eine Sportstunde bezogen, dass heißt das wir kein langfristiges Ziel hatten. Wir wollte aber, dass die Kids wirklich etwas lernen und nicht nur für eine Stunde Spaß haben und sich austoben. Also haben wir uns Gedanken gemacht, wie man den Unterricht effizienter gestalten und langfristig Erfolge erzielen kann. Da wir außerdem mehr Kooperation zwischen unseren beiden Schulen schaffen wollten, haben wir uns dazu entschieden an der Nekacheya den Terms Sportarten zuzuordnen, ähnlich wie es an der Acacia schon gemacht wird. Dass bedeutet zum Beispiel, dass wir uns im ersten Schulterm auf Leichtathletik und Tag Rugby konzentrieren und im zweiten dann auf Fußball und Netball und so weiter. Bei der Anordnung der Sportarten haben wir auch darauf geschaut, dass sich der Plan mit dem Acaciaplan deckt (soweit es möglich ist), damit wir gemeinsam Wettkämpfe und Freundschaftsspiele veranstalten können.

So haben wir auch gleich einen Leichathletikwettkampf an der Acacia geplant, zu dem wir nicht nur die Nekacheya Primary School, sondern auch die Schulen der anderen Freiwilligen eingeladen haben.

Da die Schulen in Sambia auf Grund des Cholrea Ausbruches erst zwei Wochen später als geplant geöffnet haben, hatten wir zu Schulbeginn nur noch zwei Monate Zeit die Kinder darauf vorzubereiten. Das ist nicht so viel, wenn man jede Klasse nur ein mal die Woche unterrichtet und quasi komplett bei null anfängt, denn die meisten Kids sind vorher noch nie weitgesprungen oder haben eine ordentliche Staffelübergabe geübt. Also hieß es „Auf die Plätze… Fertig… LOS!“ Zeit nutzen und trainieren. Gleichzeitig mussten wir versuchen herrauszufinden, wer die besten sind, um unser Team für den Wettkampf zusammenzustellen. Dort kam uns die nächste Schwierigkeit entgegen: der Wettkampf wurde in drei Altersklassen ausgeführt: Juniors, Middles und Seniors. Diese drei Alterklassen waren meist für drei Jahrgangsstufen verteilt, sodass wir nie den direkten Vergleich hatten und viel abschätzen mussten, wer jetzt wirklich der schnellste ist.Außerdem wollte natürlich jeder gerne mit zum Wettkampf fahren. Selbst die Kids, die sonst über jeden Meter den sie laufen müssen, meckern, wollten unbedingt zum Wettkampf fahren:Somit gab es leider einige enttäuschte Gesichtern, nachdem wir die Einladungen an die jenigen verteilt haben, die es ins Team geschafft haben.

Trotz allem hat die Vorbereitung und das Training für den Wettkampf sehr viel Spaß gemacht. Die meisten Kinder waren spätestens dann mit vollem Einsatz und Spaß dabei, wenn wir sie daran erinnerten, dass wir immer noch unser Team für den Wettkampf zusammenstellen.

 

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Nach 3 letzten extra Trainingssessions für das Team, bei denen wir nochmal die wichtigsten Einzelheiten wie die Staffelübergabe geübt und Regeln besprochen haben, stand auch schon der Wettkampf vor der Tür.

Am Wettkampf Morgen gab es für mich einen kleinen Dämpfer, 6 Teammitglieder kamen nicht (einige mussten zur Kirche, andere waren krank) Leider waren die meisten von Ihnen Middle Girls, sodass einige von den Juniors höher starten mussten, damit wir überhaupt ein Team hatten.

Nachdem wir am Platz ankamen war dies aber schnell wieder vergessen, denn nach dem ich den Platz (zu dem ich später noch komme) und all die Kids fröhlich, bereit für den Wettkampf sah, wurde mir wieder klar, dass es viel mehr darum geht, den Tag zu genießen, als sich über so etwas zu ärgern. Immerhin haben wir es geschafft, all die Kids zusammen zu bringen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf dem Sportplatz zu messen.

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Ansprache zu Beginn des Wettkampfes

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Alle teilnehmenden Kids zusammen

Der Wettkampftag selbst war für mich leider doch etwas stressig, da durch die fehlenden Kids mein Plan nicht auf ging (wer was macht) Ich war konstant nur damit beschäftigt, von einer Disziplin zur andern zu rennen und die richtigen Kinder zur richtigen Zeit an den Start zu schicken. Daher habe ich es an dem Tag selbst leider auch nicht geschafft Fotos zu machen. Auch die meisten anderen waren so mit Messen, Zeitnehmen, Punkte addieren etc. beschäftigt, dass leider nicht viele Fotos entstanden sind.

Doch die Kids selbst hatten viel Spaß und wir konnten sogar das eine oder andere Rennen gewinnen. Auch wenn wir am Ende nicht als gesamt Gewinner vom Platz gegangen sind, standen Immo und ich am Ende des Tages vor unserem Team und konnten ihnen ehrlich sagen, wie stolz wir auf sie sind und dass es ein toller Tag war. Dies wiederum hat uns nochmals enger zusammengeschweißt.

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Nekacheya Leichtathletik Team

Auch an der Acacia gab es im vorab natürlich einiges zu tun. Auch hier haben wir fleißig mit den Kids trainiert und da wir dort auch deutlich mehr Unterrichtsstunden haben, konnten wir auch noch genauer auf bestimmte Techniken eingehen und auch mehr Ausdauertraining machen. Auch hier haben wir Try Outs gemacht, um unser Acacia Athletics Team zusammenzustellen. Da die Klassen aber nochmal um einiges kleiner sind, hat es fast jedes Kind für mindestens eine Disziplin ins Team geschafft.

Hinzu kam an der Acacia natürlich auch noch der organisatorische Part, denn es gab keine Tartanbahn auf der wir unseren Wettkampf veranstalten konnten, also musste wieder einmal improvisiert werden. Da wir den Wettkampf allerdings einigermaßen professionell und vor allem fair gestalten wollten, mussten Bahnen für die Laufwettkämpfe her. Vom Fußballturnier kannten wir ja schon die Technik mit Kalk Linien ziehen. Allerdings ist es doch sehr viel einfacher gerade Linien für ein Fußballfeld, als eine ovalförmige Laufbahn zu gestalten. Glücklicherweise habe wir mal wieder Hilfe von den Rugbyjungs bekommen. So haben wir also einfach unser Glück probiert und ganz nach dem Motto: „Probieren geht über studieren.“ angefangen.  Wir brauchten insgesamt 4 Bahnen, da ausser der Acacia vier weitere Schulen kamen, um an dem Wettkampf teilzunehemen. Nachdem die 100meter Markierungen fertig waren, fing der spannende Teil an: Die erste Kurve musste her.

Nach kurzem probieren, welcher Technik wir folgen sollten, haben wir uns geeinigt und losgelegt. Immer noch etwas skeptisch, beobachtete ich, wie die innere Bahn gezogen wurde, während ich unsere selbstgebauten Schilder an die richtigen Stellen steckte. Doch ich muss sagen, die erste Bahn wurde super, natürlich nicht perfekt, aber ich war dennoch begeistert, wie gut es funktionierte. Also beeilten wir uns schnell die erste Kurve fertig zu bekommen, denn wir hatten ein neues Problem: es begann dunkel zu werden, da wir natürlich erst nach der Schule beginnen konnten. Als wir schließlich an der letzten Kurve angekommen waren, war es komplett dunkel und meine neue Aufgabe war es mit dem Handy zumindest für ein bisschen für Licht zu sorgen, um die letzten Linien fertig zustellen.

Als wir am nächsten Morgen extra früh in die Schule gefahren waren, um die letzten Vorbereitungen zu treffen, war ich sehr gespannt unsere Arbeit im Tageslicht zu begutachten. Ich muss echt sagen, ich war extrem stolz auf uns! Der Platz sah super aus, die Linien waren eindeutig zu erkennen und sogar die Kurve die wir im dunkeln gezogen haben, sah gut aus.

Also konnte die Generalprobe fürs große Leichtathletikevent beginnen. Am Donnerstag vor dem Wettkampf kam eine andere Grundschule zu Besuch und die kleinen, also Klasse 1-3 hatten ihren eigenen Wettkampf.

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Freihand gezeichnete Bahnen

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Wettkampf Klasse 1-3

Die Stimmung war super und unsere kleinen schlugen sich echt gut! Viele Eltern war da, sowohl von den Acacia Kids, als auch von der Gastschule, somit wurde natürlich viel angefeuert. Auch die Organisation vom Zeitnehmen, übers Messen von Sprüngen und Würfen, bis hin zum Eintragen und Ausrechnen der Punkte verlief ohne Probleme.

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Weitwurf

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Weitsprung

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Weitsprung mit selbstgebauter Grube

Beide Schulen lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen, sodass es den ganzen Wettbewerb über spannend blieb. Letztendlich konnten sich unsere Acacia Kids dennoch mit einem kleinen Vorsprung durchsetzen und gewannen den Wettkampf.

 

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Das war es also von unseren beiden Leichtathletikwettkämpfen und dem Update zur Nekacheya, nun sind auch schon fast wieder Ferien und in meinem nächsten Blogeintrag werde ich euch mal wieder etwas übers Rugby berichten, denn die Jungs sind nicht nur immer am Start, wenn wir Hilfe brauchen. Sie sind momentan auch fleißig dabei, für eine Rugbytour in Zimbabwe zu trainieren und da haben wir uns einige spannende extra Einheiten überlegt.

Also bis zum nächsten Mal, eure Michelle