Aufregender Start ins neue Term

Mehr als die Hälfte ist nun rum.. allein darüber wie es mir damit geht könnte ich vermutlich einen gesamten Blogpost verfassen, doch darum soll es heute gar nicht gehen. Auch nicht über mein erstes Weihnachten ohne meine Familie, mein Silvester mit ganz RUTS auf Sansibar oder meine Reise durch Tansania und Ruanda. Nein heute soll es um etwas anderes gehen: Unser erstes großes selbst organisiertes Turnier. Geplant war dieses Turnier schon als „Schools Out“ Tournament für das letzte Wochenende vom vergangenem Term, leider hat uns damals sowohl das Wetter einen großen Strich durch die Rechnung gemacht, als auch die kurzfristige absage einiger Teams, somit ist das geplante Turnier damals wortwörtlich ins Wasser gefallen.

Für uns war allerdings damals schon klar, dass wir das Turnier auf jeden Fall nur verschieben und nicht komplett absagen. Da danach allerdings ein Monat Ferien anstand, mussten wir (und die Kids, die sich so sehr aufs Turnier gefreut haben) uns etwas gedulden bevor es dann tatsächlich losgehen konnten. Zurück im Schulalltag haben wir dann schnell nach einem neuen Termin gesucht und schließlich am 10.02 endlich unser Turnier durchgeführt. Da wir das Meiste schon vom 1. Versuch geplant hatten, war auch die Turniervorbereitung sehr entspannt und die Vorfreude umso größer. Leider hat es wieder die gesamte Woche vor unserem Turnier geregnet, sodass wir schon Angst hatten, dass das Turnier wieder nicht stattfinden kann. Doch einen Rückzieher konnten wir auch nicht machen, dass war schon beim ersten Mal peinlich genug, den Teams absagen zu müssen, auch wenn es die Meisten verstanden haben. Also blieb uns nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass der Wettergott Lust auf ein Fußballturnier mit ca. 300 Kids hat. Und dass hatte er anscheinend: am Tag des Turnieres hatten wir blauen Himmel, ab und zu Sonne und den gesamten Tag über kam nicht ein Tropfen vom Himmel.

Aber alles der Reihe nach: Am Tag zuvor war ich mal wieder auf dem Rugbyplatz und habe beim Training der U16 Mannschaft zugesehen. Als diese von unserem Turnier am nächsten Tag erfahren haben, haben sie gleich angeboten uns am Morgen zu helfen, die Felder mit Kalk zu markieren. Denn auf dem großen Sportplatz gibt es keine vorgefertigten Markierungen und wir brauchten 3 kleinere Fußballfelder, für die Mädchen, die U12 Gruppe und die U14 Gruppe und ein Handballfeld.

Diese Hilfe hat sich am nächsten Tag als sehr wichtig herausgestellt, denn obwohl wir 5 Freiwillige (Jan ist später mit seinem Team aus dem Dorf gekommen) schon um 6:20 auf dem Platz standen, haben wir die Arbeit die Felder zu markieren, Tore aufbauen, den Platz schmücken und Pläne aufhängen, noch mit sich brachte, etwas unterschätzt. Ohne die Jungs, die das komplette markieren der Felder übernommen haben, wären wir nicht um 8:00 Uhr fertig geworden. Dies sollte der Zeitpunkt sein, an dem die Teams ankommen, da wir die sambische Mentalität allerdings mittlerweile kennen, haben wir die ersten Spiele auf 9:30 angesetzt und somit eingeplant, dass die meisten Teams sich verspäten werden.

Letztlich konnten wir mit den ersten Spielen erst um 10:00 anfangen, da erst dann alle Teams am Platz ankamen und die Begrüßungsrede gehalten wurde. Trotz der leichten Verspätung zu Beginn ging unser Zeitmanagement sehr gut auf und es kam weder zu großen Pausen noch endete das Turnier lange nach geplante Schluss. Auch dass das Mittagsessen, traditionell Nshima von einer super Köchin, zur Mittagspause nicht fertig war, konnte uns nicht aus der Bahn werfen. Wir haben spontan ein paar Spiele vorgezogen und konnten so einen Leerlauf vermeiden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die meiste Zeit des Turniers pendelte ich zwischen dem Mädchenpitch, für den ich verantwortlich war und dem U12 Pitch, da in diesen beiden Gruppen auch Teams meiner Schule (Nekacheya Primary) mitspielten. An der Schule gibt es eigentlich gar kein Mädchenfußballteam, da ich aber von Beginn an mehr den Spaß beim Spielen und das gemeinsame Sport machen im Blick hatten, haben Immo und ich einfach das Netballteam gefragt, ob es Lust hat am Turnier teilzunehmen. Man hat dem Team zwar angesehen, dass sie wahrscheinlich genauso viel von Fußball verstehen wie ich, dennoch hatten sie Spaß und haben sich über jede kleine gelungene Aktion gefreut. Es hat mich persönlich sehr gefreut zu sehen, dass sie Spaß am spielen haben und sich auch nicht davon unterkriegen lassen, dass die Ergebnisse nicht so super ausfallen.

P1010268

Organisation der Mädchen-Teams

P1010216

Mädchen Pitch

Ich habe es auch sehr genossen, in den Pausen Zeit mit meinen Schülern zu verbringen, zu quatschen, Wettrennen zu veranstalten und sie einfach besser kennenzulernen, denn ich hatte ja auch im letzte Blogpost a ngedeutet, dass mir das bisher an der Nekachya etwas zu kurz kam. Insgesamt kann ich auf jeden Fall sagen, dass das Turnier die Bindung zu den Kindern nochmal verbessert hat und es an der Nekacheya allgemein momentan sehr gut läuft, aber dazu wann anders mehr.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das gesamte Turnier war ein voller Erfolg und verlief große Pannen und ich freue mich jetzt schon auf unser nächstes Turnier.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

p.s. wie ihr wahrscheinlich gemerkt hat, kam leider auch dieser Blogpost sehr verspätet. Leider ist es durch die Internet Verbindung echt schwierig die Blogs schnell hochzuladen, ich hoffe einfach, dass euch der Verzug nichts ausmacht. In der Zwischenzeit sind nämlich wieder einige spannende Dinge passiert, über die ihr hoffentlich bald lesen könnt.

Bis demnächst eure Michelle

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s